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Newsletter Versorgung gestalten 4/2012

Editorial:

Hausarzt – was ist das?

Hausärzte gehören in Deutschland auf die Liste der bedrohten „Arten“. Nahezu täglich werden wir in den Medien mit Berichten und Reportagen über Regionen mit bedrohter hausärztlicher Versorgung konfrontiert. Meist findet sich eine Ärztin oder ein Arzt, die oder der über das normale Arbeitsleben hinaus die Patienten der Region versorgt, weil kein Nachfolger gefunden werden kann. Mit dem Primärarztmodell sollte der Hausarzt wieder gestärkt und der Hausarztberuf attraktiver gemacht werden. Modelle wie die Hausarzt-zentrierte Versorgung (HzV) in Baden-Württemberg wurden dafür in den Medien beispielhaft hochgehalten, wie gut so etwas funktionieren kann. Doch hat es funktioniert?

(von Dr. Ralf Stölting)

 

Schwerpunkt:

VaiSana – Ärzte- und Gesundheitszentrum Vaihingen

Kooperation Ambulant/Stationär sichert die medizinische Versorgung

Auf der Suche nach neuen Formen der ärztlichen Zusammenarbeit und aus Sorge um das Krankenhaus am Standort schlossen sich in Vaihingen niedergelassene Ärzte zusammen, um die Versorgungssituation ihrer Patienten zu sichern und für den Erhalt des Krankenhauses am Standort zu sorgen. Nach Startschwierigkeiten wurde die Kooperation ein voller Erfolg. Mittlerweile feiert man in Vaihingen schon das fünfjährige Bestehen.

(von Dr. Ralf Stölting)

 

Glossar:

Die Apparategemeinschaft

Eine der unkompliziertesten Formen der Zusammenarbeit zwischen Leistungsträgern, die jedoch keine gemeinsame Leistungserbringung darstellt, ist die der Apparategemeinschaft. Sie ist vergleichbar mit der Praxisgemeinschaft, da es sich um eine „Kostengemeinschaft“ handelt. Sie bezieht sich jedoch lediglich auf einzelne Geräte bzw. Apparate, die gemeinsam genutzt werden.

(von Prof. Dr. jur. Thomas Schlegel)

 

Interview:

Kasseler Initiative

Das Ziel: Gute medizinische Versorgung im Pflegeheim

„Wir wollen die Welt nicht mehr auf den Kopf stellen“, so die beiden engagierten Ruheständler Peter Ludwig Eisenberg und Rolf Schleicher. Als ehemalige Heimfürsprecher in einem Pflegeheim in Kassel legen sie aber den Finger genau in die Wunden, die Behörden und Verantwortliche oft verzweifeln lassen, weil sie messerscharf Schwachstellen im Pflegeheimsystem aufdecken und Lösungsvorschläge aus der Sicht der Betroffenen unterbreiten, die in den Köpfen vieler Entscheider bisher wohl kaum eine Rolle zu spielen scheinen. Im Interview mit „Versorgung gestalten“ schildern sie die Situation in Hessen sowie ihre Ideen und Aktivitäten der Kasseler Initiative zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen.

(von Dr. Ralf Stölting)

 

Projekt:

Hausarzt und Krankenhaus

Ideale Kombination für die Patientenversorgung

„Ein Krankenhaus wird niemals hausärztliche Tätigkeiten durchführen können“, ist sich Dr. Eckhard Starke, Hausarzt am Ketteler-Krankenhaus in Offenbach, sicher. Für ihn wäre diese Tätigkeit nicht in den Klinikablauf zu integrieren. Er sieht sich als perfekten Partner für das Krankenhaus, weil er nicht in Konkurrenz zu anderen Abteilungen tritt und sein Angebot das Klinikangebot sinnvoll ergänzt.

(von Dr. Ralf Stölting)

 

Projekt:

Hausärztin in der Einzelpraxis

„Gute Patientenversorgung funktioniert für mich nur so!“

Auch wenn Umfragen der Einzelpraxis in Zukunft keine Chancen mehr einräumen, ist Dr. med. Hera Bluhm diesen Weg bewusst gegangen. Sie vertraut auf ihre gute Ausbildung und ist fest davon überzeugt, dass sie ihre Vorstellungen von einer guten Patientenversorgung mit einer familienmedizinischen, ganzheitlichen Betreuung nur in einer Einzelpraxis verwirklichen kann, wo sie selbst die Patienten von A bis Z kennt.

(von Dr. Ralf Stölting)

 

 

Recht:

Kooperation Vertragsarzt und Krankenhaus

Vorsicht Rechtsfallen!

Die Zusammenarbeit von Vertragsärzten und Krankenhäusern ist ein täglicher Bestandteil der Patientenversorgung und wird zudem vom Gesetzgeber befördert. Sobald ein niedergelassener Arzt aber nicht nur eine Krankenhauseinweisung ausstellt, sondern auch „auf der anderen Seite“ im Krankenhaus tätig sein will, ist Vorsicht geboten.

(von RA Dr. med. Christian Link-Eichhorn)

 

Bericht vom Messekongress Gesundheit & Versorgung:

Management im Krankenhaus

„Risikoarmut muss organisiert werden!“

Wenn Prof. Hansis als ärztlicher Geschäftsführer des Klinikums Karlsruhe gefragt wird, worauf man bei der Prävention von Behandlungsfehlern achten muss, was die Ziele und Aufgaben sind, nennt er immer drei Dinge: Patienten gut behandeln, Mitarbeiter gut behandeln und ein ausgeglichenes operatives Ergebnis. Alle drei Punkte greifen ineinander und stehen daher gleichberechtigt nebeneinander. „Ohne ökonomisch auf eigenen Füßen zu stehen, lässt sich dauerhaft keine gute Medizin machen. Wenn man nicht von Zufälligkeiten abhängen will, muss man die Risikoarmut organisieren“, so der erfahrene Geschäftsführer. „Dazu muss man die Risiken erkennen, Verfahren beschreiben, kommunizieren, messen und bewerten.“

(von Dr. Ralf Stölting)

 

Bericht vom Messekongress Gesundheit & Versorgung:

Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Abschrecken durch systematisches Überwachen und Aufdecken

Mit 56 Milliarden Euro bezifferte das European Healthcare Fraud and Corruption Network 2005 den jährlichen Schaden in den 27 EU-Ländern durch Fehlverhalten im Gesundheitswesen. Allein in Deutschland soll der jährliche Schaden bei 13,5 Milliarden Euro liegen und entspräche damit in etwa den jährlichen Leistungsausgaben der Techniker Krankenkasse (TK). „Wenn diese Zahl für Deutschland auch nur ansatzweise stimmt“, so der Leiter des Referats Unternehmenssicherheit der TK, „ist das eine Katastrophe.“

(von Dr. Ralf Stölting)

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